Showroom Rundzylinder

Aufbau eines Rundzylinders

An dem Rundzylinder selbst lassen sich unterschiedliche Befestigungselemente anbringen, um eine Montage des Zylinders in oder an die eigene Anwendung zu erleichtern.
Im Gegensatz zu Profilzylindern, wo die Befestigungselemente vorne und hinten über die Bohrlöcher des Profilgehäuses befestigt werden, arbeitet man bei Rundzylindern mit dem Zylinderkopf und dem Zylinderdeckel.
Am Zylinderkopf wird die jeweilige Befestigung über die Mutter am Zylinder angebracht.
Im Zylinderdeckel hingegen befindet sich eine Durchgangsbohrung durch die man mittels eines Bolzens die jeweilige Befestigung anbringen kann. Alternativ lässt sich am Zylinderdeckel aber auch noch eine zusätzliche Mutter anbringen wodurch die selbe Funktion entsteht wie am Zylinderkopf.

Funktionsweise:
Bei Zylindern mit einer Kolbenstange, sitzt am Ende der Stange der sogenannte Kolben. Dieser Kolben dichtet zu beiden Seiten komplett ab, sodass sich links wie auch rechts vom Kolben Druck aufbauen lässt.
Ist genügend Druck aufgebaut, wird der Kolben mitsamt der Kolbenstange entweder nach vorne oder nach hinten gedrückt (je nach Zylinderausführung und auf welcher Seite der Druck aufgebaut wird), wodurch der Rundzylinder ein- bzw. ausfährt.

Um diesen Druck herstellen zu können, ist der Zylinder mit je einem Gewinde im Zylinderkopf und im Zylinderdeckel ausgestattet
(doppeltwirkende Ausführung).
In diesem Gewinde lässt sich z.B. eine Steckverschraubung einbringen und über einen Pneumatikschlauch mit Druckluft versorgen.

Man unterscheidet dabei zwischen zwei Ausführungen:
Doppeltwirkend und einfachwirkend

Doppeltwirkend:
Der doppeltwirkende Zylinder benötigt für beide Bewegungsrichtungen (ein- und ausfahren) jeweils eine Ansteuerung über die Druckluft.
Dafür befinden sich am Zylinderdeckel und am Zylinderkopf Anschlüsse über die man auf beiden Seiten den Rundzylinder mit Druckluft versorgen kann.

In der Grundstellung (Kolbenstange eingefahren / im Zylinderkörper) wird der hintere Anschluss mit Druckluft versorgt.
Der Druck baut sich hinter dem Kolben auf und schiebt diesen nach vorne: Der Zylinder fährt aus.
Anschließend wird der Zylinder vorne mit Luft angesteuert, sodass sich der Druck dieses Mal vor dem Kolben aufbaut und diesen mit der Kolbenstange nach hinten drückt: Der Zylinder fährt wieder ein.

Einfachwirkend:
Bei den einfachwirkenden Zylindern ist zusätzlich im Zylinderkörper eine Feder eingebaut. Diese Feder übernimmt selbstständig eine Bewegungsrichtung sodass nur auf einer Seite Druck aufgebaut werden muss.
Dadurch ist der einfachwirkende Zylinder auch nur auf einer Seite mit einem Gewindeanschluss ausgestattet, während die andere Seite mit einer Entlüftungsbohrung versehen ist.

Dabei unterscheidet man zwischen
Federkraft ausgefahren und Federkraft eingefahren.

Bei der Federkraft einfahrenden Variante wird über die Druckluft der Kolben inkl. der Kolbenstange nach vorne gedrückt, sodass der Zylinder ausfährt.
Sobald die Luftversorgung hinten am Zylinder abgestellt wird, schiebt die Feder den Kolben automatisch wieder zurück und fährt den Zylinder ein.
Die überschüssige Luft kann dank der Entlüftungsbohrung entweichen.

Bei der Federkraft ausfahrenden Variante funktioniert der Zylinder nach dem selben Prinzip nur in die jeweils andere Richtung (die Feder fährt den Zylinder aus und über die Druckluft wird der Zylinder wieder eingefahren).

Die einfachwirkenden Zylinder haben den Vorteil, dass man nur eine Druckluftversorgung am Zylinder benötigt.
Dafür kann die Feder nicht die selbe Kraft aufbringen wie bei einer beidseitigen pneumatischen Ansteuerung (doppeltwirkend).

Einsatzmöglichkeiten:
Grundsätzlich lassen sich Rundzylinder überall einsetzen wo einfache Bewegungsrichtungen (vor und zurück) benötigt werden.

Das könne z.B. Klappen sein die dank des Zylinders eine Leitung öffnen oder schließen, Schiebebewegungen die Bauteile von einem Förderband schieben und vieles mehr.

Einschränkungen seitens der Rundzylinder gibt es hauptsächlich in Form der benötigten Kraft die der Zylinder aufbringen kann.

Denn in der Standardausführung gibt es Rundzylinder nicht mit den selben großen Kolbendurchmessern wie Profilzylinder.
Dadurch kann es bei Anwendungen wo eine hohe Ausfahr- / Einfahrkraft benötigt wird zu der Situation kommen das die maximale Zylindergröße eines Rundzylinders nicht ausreicht.

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